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Ausblick von der Zugspitze. Dort begann die BG Kliniktour 2010.

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Ausblick von der Zugspitze. Dort begann die BG Kliniktour 2010. (Foto: BGU Murnau)

Gipfeltreffen

Auftakt der BG-Kliniktour 2010 auf der Zugspitze

Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), eröffnete am Mittwoch, 27. 01. 2010, auf der Zugspitze die BG-Kliniktour 2010. Mehr als 150 Gäste, darunter viele Paralympische Sportler und Funktionäre des Sports für Menschen mit Behinderung, waren gekommen, um über die Bedeutung des Sports im Rahmen einer erfolgreichen Rehabilitation zu sprechen und für ihn zu werben. Eingeladen zu dieser ersten Station der Kliniktour vor einzigartiger Alpenkulisse hatte die BG-Unfallklinik Murnau. Organisiert wird die Tour von der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK), der DGUV und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS).

Auch Sir Philipp Craven,  Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees,  hatte die lange Reise auf sich genommen, um auf der Zugspitze dabei zu sein. Eigentlich möge er Kälte ja nicht, sagte Craven mit einem Blick auf das Schneepanorama, aber er finde die Tour nun mal "fantastisch". Sie lenke das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Bedeutung einer guten Rehabilitation: "Nach einem schweren Unfall muss man den Menschen zeigen, dass man immer noch der selbe ist. Sport ist da ein gutes Mittel", so Craven.

"Alle Achtung", lobte auch Dr. Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, und gratulierte den Gastgebern zu ihrer gelungenen Veranstaltung. Gleichzeitig warb er für die Bewerbung von München und Garmisch für die Olympischen Winterspiele 2018. An diesem Tag auf der Zugspitze stand jedoch der Paralympische Sport - insbesondere die Paralympischen Winterspiele in Vancouver - im Mittelpunkt.  Und der, darin waren sich Craven und Bach einig, hat sich in den letzten Jahren deutlich weiter entwickelt: Die Sportler und ihre Leistungen, so Bach, stünden heute im Mittelpunkt und nicht mehr ihre Behinderung.

Die Wintersportler Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler mit Trainerin Maike Hujara.

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Die Wintersportler Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler mit Trainerin Maike Hujara. (Foto: BGU Murnau)

Während Leichtathletin Claudia Biene von der "großen Leidenschaft" für ihren Sport berichtete, schlug Sportschützin Manuela Schmermund auch kritischere Töne an: "Aufmerksamkeit und damit Unterstützung  bekommt man auch im Paralympischen Sport nur über Leistung. Es zählt immer nur der erste Platz." Leichtathlet Heinrich Popow rückte den Aspekt in den Mittelpunkt, der für die Reha-Arbeit in den BG-Kliniken besonders wichtig ist: Er erzählte, wie ihm ein behinderter Sportler Rede und Antwort gestanden habe, als er als Neunjähriger sein Bein verlor. Diese Erfahrung wolle er heute weitergeben. Als Paralympischer Spitzensportler möchte er Vorbild sein für andere.

Diesen Gedanken unterstützte auch Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der DGUV: "Die 14 Paralympischen Sportlerinnen und Sportler, die in diesem Jahr die Kliniktour begleiten, zeigen durch ihr sportliches Engagement, was es heißt, das Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Deshalb können sie anderen, die in einer ähnlichen Situation sind, Mut machen.“

Allerdings, so Schröder, dürfe man neben dem Spitzensport auch den Behindertensport in seiner Breite nicht vergessen. 470.000 Menschen, so Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behinderten Sportverbandes, sind Mitglieder in seinem Verband.  Nur wenige von ihnen trainieren für Medaillen, aber alle dürfen sich durch die Anerkennung, die die Paralympischen Athleten erfahren, unterstützt fühlen.

Zum Beispiel durch die Paralympics-Teilnehmer von Vancouver, Martin Braxenthaler und Gerd Schönfelder, die zum Ende der Veranstaltung in einem Schaufahren auf dem Zugspitzplatt ihr Können zeigten. Auf der Bergspitze wurde unterdessen der Staffelstab der Kliniktour weitergereicht an die BG-Unfallklinik in Duisburg. Sie wird ihre Arbeit am 20. und 21. März im Rahmen der 2. Duisburger Gesundheitsmesse vorstellen.

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