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Diagramm: Baby-Boomer-Generation

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Abb. 1: Entwicklung 2010 bis 2020 - Baby-Boomer Generation kommt ins Alter



Haus der Arbeitsfähigkeit

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Abb.2:  „Haus der Arbeitsfähigkeit“ nach Juhani Ilmarinen

Potential an erwerbsfähigen Personen

Berechnungen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass das Potential an erwerbsfähigen Personen in Deutschland als Folge des demographischen Wandels bis zur Mitte dieses Jahrhunderts um mehr als 10 Mill. Menschen sinken wird. Das eigentliche Problem des demographischen Wandels liegt unmittelbar vor uns: Personen mittleren Alters von 35-49 Jahren bilden derzeit noch den größten Anteil an Erwerbspersonen mit etwa 24 Millionen. Die geburtenstarken Jahrgänge der deutschen Baby-Boomer-Generation, die Mitte der 60iger Jahre im letzten Jahrhundert geboren wurden, wird bis 2020 in die Gruppe der “Älteren“ übergehen (Abb. 1).

Nach neuesten Berechnungen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung werden zwischen 2017 bis 2024 die Gruppe der mittleren und die Gruppe der älteren Jahrgänge dann gleich groß sein und jeweils ca. 40 % des Erwerbspersonenpotentials ausmachen. Volkswirtschaftlich ist es nicht zu vertreten, dass sich diese Altersgruppen vorzeitig aus dem Erwerbsleben zurückziehen. Also müssen heute bereits umfassend Maßnahmen ergriffen werden, um die Arbeits- und die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen langfristig zu erhalten, damit sie im Erwerbsprozess verbleiben.

Was verbindet sich mit dem Begriff der Arbeitsfähigkeit? Die Studien von Juhani Ilmarinen, einem finnischen Wissenschaftler, waren schon in den 80iger Jahren Ausgangspunkt einer Debatte über das Leistungsvermögen des alterndenMenschen. Mit seinem Modell des „Haus der Arbeitsfähigkeit“ konnte er anhand seiner Studienergebnisse überzeugend belegen, dass eine Reihe von Faktoren das Leistungsvermögen und die Befähigung eines Menschen während seiner aktiven Phase der Erwerbstätigkeit beeinflussen - nicht allein die Arbeitsbedingungen (Abb.2). Wertschätzung, Kompetenz und Gesundheit bilden in ihrem Miteinander gemeinsam mit den Arbeitsbedingungen die Grundlage der Arbeitsfähigkeit jedes Einzelnen. Diese Auffassung hat sich soweit durchgesetzt, dass daraus auch die Handlungsfelder im Betrieb abgeleitet werden:

  • Alternsgerechte Arbeitsgestaltung (siehe auch Ergonomie)
  • Qualifikation und Weiterbildung
  • Gesundheitsmanagement (siehe auch Gesundheitsförderung)
  • Unternehmenskultur und Führungskräfte
  • Personal- und Rekrutierungspolitik

Weiterführende Informationen:

www.rostockerzentrum.de

Alternde Belegschaften und Fachkräftemangel, in: Der Sicherheitsingenieur (0610)