- > Prävention
- > Prävention...
- > Best-Practic...
- > Hautschutz in Betrieben der Floristikbranche

Floristin im Blumeneinzelhandel
Weitere Informationen
BG für den
Einzelhandel
Marita Klinkert
E-Mail
Dr. Uwe von Diecken
E-Mail
Hautschutz in Betrieben der Floristikbranche
Ausgangslage
In der Vergangenheit führten die Hauterkrankungen in der Floristikbranche zu einer erheblichen Ausgabensteigerung bei
der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel (BGE). Häufig mussten die Betroffenen trotz hoher Arbeitszufriedenheit
und Motivation aus medizinischen Gründen ihren Beruf aufgeben. Für die Berufsgenossenschaft bedeutete das erhebliche
Kosten für Verletztengeld, Umschulungsmaßnahmen und Übergangsleistungen.
Präventionsaktivitäten
Im Rahmen einer breit angelegten Kampagne hat die BGE ihr Maßnahmenangebot zur Primär- aber auch Sekundärprävention von
Hauterkrankungen weiterentwickelt und in Zusammenarbeit mit Erkrankten und Unternehmern optimiert. Zusätzlich fanden
zahlreiche Demonstrationsveranstaltungen und Vortragsreihen in Berufsschulen und Floristikverbänden statt. Ziel war es,
innerhalb der Branche nachhaltig zu effektivem Hautschutz zu motivieren.
Mit diesem Anliegen wurden zum Beispiel von den Mitarbeitern des Präventionsdienstes rund 12.000 Floristikbetriebe
aufgesucht und gezielt beraten. Beratungsschwerpunkt waren Aufklärung über gesundheitsrelevante Einwirkungen und
hautschädigende Arbeits- und Verhaltensweisen sowie Informationen zu konsequentem und frühzeitigem Hautschutz.
Vorgestellt und ausgegeben wurden Hautschutz- und Hautpflegepräparate sowie Schutzhandschuhe, die zuvor in einem
Modellprojekt hinsichtlich Akzeptanz und Praxistauglichkeit erprobt worden waren. Versicherte und Unternehmer wurden
zudem vor Ort im richtigen Gebrauch der Produkte geschult. Bereits hauterkrankten Versicherten stellte die BGE diese
Hautschutzprodukte als "Hautschutzpaket" in Abstimmung mit den in das Verfahren eingebundenen BK-Beratungsärzten zur
Verfügung. Die Erkrankten haben auch jetzt noch die Möglichkeit, weitere Hautschutzpakte auf kurzem Weg (per
E-Mail/Fax/Telefon) bei der BGE anzufordern. Sie erhalten diese kostenlos per Post nach Hause.
Ergebnisse und Nutzen
Die vielfältigen Präventionsaktivitäten der BGE tragen - wie der Anfang 2002 neu aufgestellte Gefahrtarif zeigt -
Früchte. Die Zahl der schweren Hauterkrankungen bei Floristen ist spürbar zurückgegangen; rückläufig entwickelt haben
sich auch die Fälle, in denen eine Berufsaufgabe notwendig war. Dies führte zu einer Absenkung der Gefahrklasse und in
Folge zu einem um fast 15 Prozent verringerten BG-Beitrag für die rund 16.000 Unternehmen der Branche mit ihren 31.000
Beschäftigten. Der gesenkte BG-Beitrag ist eine direkte Folge der geringeren Ausgaben der Berufsgenossenschaft im
Bereich der Berufskrankheiten. Hinzu kommen die Einsparungen auf Unternehmerseite durch verminderte
Personalausfallkosten.

Versenden
Seitenfeedback
Webcode:
d10626